Kooperationsvereinbarung zur Grundwasserüberwachung

Die Umsetzung der SchALVO sieht zum Vollzug des Grund- und Quellwasserschutzes eine Überwachung der Wasserschutzgebiete anhand von Rohwasseruntersuchungen vor.

Eine hierzu vom Land Baden-Württemberg vorgesehene Messverordnung, mit der die Unternehmen der öffentlichen Wasserversorgung in Baden-Württemberg verpflichtet werden sollten, auf Ihre Kosten die Wasserfassungen in allen Wasserschutzgebieten untersuchen zu lassen, konnte von den Kommunalen Landesverbänden sowie den Wasserfachverbänden abgewendet werden.

Anstelle dieser Messverordnung wurde mit dem Land Baden-Württemberg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die eine Bereitstellung und Auswertung der erforderlichen Daten zum Grund- und Quellwasserschutz durch die Wasserversorgungsunternehmen vorsieht.

Als Instrument zur Umsetzung dieser Vereinbarung dient eine Erweiterung der bestehenden Grundwasserdatenbank Wasserversorgung, in die bereits jetzt Untersuchungsergebnisse zur Überwachung der Grundwasserbeschaffenheit aufgenommen werden, die von einer Mehrzahl der Wasserversorgungsunternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Die beteiligten Verbände gehen davon aus, dass die erforderlichen Daten durch zentrales Datenmanagement der Grundwasserdatenbank Wasserversorgung erheblich kostengünstiger beschafft werden können, als durch Einzelverpflichtungen der Wasserversorgungsunternehmen.

Darüber hinaus haben die Verbände bereits jetzt eine erheblich geringere Häufigkeit der Beprobungen gegenüber den vom Land Baden-Württemberg vorgesehenen Messzyklen durchsetzen können.

Die erforderliche Umsetzung der Kooperation setzt eine möglichst vollständige Beteiligung aller Wasserversorgungsunternehmen mit Wasserschutzgebieten voraus, da das Land Baden-Württemberg auf eine Rechtsverordnung nur verzichten, solange die in der Kooperationsvereinbarung zugesicherten Leistungen von den Wasserversorgungsunternehmen erbracht werden.


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